SchlossSommer 2022

Beginn
16. Juli 2022
Samstag

Ende
05. August 2022
Freitag

Ort
Gewölbesaal

SCHEINBAR SCHÖN...

Malerei von Friedhelm Rüller

Der Schein trügt, sagt der Volksmund und Platon würde ihm sicher recht geben, denn für ihn war die sinnliche Oberfläche der Dinge Täuschung. Nur die Ideen waren wahr und eine Kunst, die Abbilder von Erscheinungen nur widergibt, abzulehnen. Aber gerade diese Bezugnahme auf den Illusionscharakter der Kunst steht im Mittelpunkt der Malerei von Friedhelm Rüller.
Malerei darf sinnlich und schön sein, wenn sie sich ihrer Täuschungen bewusst ist, sie hinterfragt, mit ihr spielt.
Rüllers Gemälde zeigen Stillleben mit Obst in Schalen, Landschaften, auf denen Brücken und Gebäude sich im Wasser spiegeln, oder auch Personen, die sich auf gemusterten Decken räkeln.

Immer abbildhaft, gegenständlich, doch selten vertraut.
Es geht um Gesehenes, das auf der Staffelei in Bilder verwandelt wird. Malerei wird in ihren Möglichkeiten und Grenzen erprobt, zwischen Raum und Fläche, Licht und Schatten, Abbild und Schein. Und sie nimmt sich selbst nicht zu ernst. Themen stehen nicht im Zentrum der Aufmerksamkeit, es wird keine Botschaft verschlüsselt, keine Stellungnahme provoziert. Alles, was Farbe hat, wird vereinnahmt und in Malerei verwandelt. Auf den ersten Blick wird gemalt, als habe es die Moderne nie gegeben, als fühle sich die Kunst nicht berufen, die Welt zu verändern.
Aber wie sagte schon Herbert Marcuse: die sinnliche Schönheit verweist immer auf sinnliches Glück und ist deshalb nie bloß affirmativ.

 

Die Ausstellung wird am Freitag, den 15. Juli um
18 Uhr im Gewölbesaal des Bürgerhauses eröffnet.

Zur Einführung spricht Kai Haas.

Öffnungszeiten der Ausstellung:
Di. bis Sa.: 15 - 17 Uhr, Sonn- und Feiertage: 11 - 18 Uhr  

 

Beginn
13. August 2022
Samstag

Ende
28. August 2022
Sonntag

Ort
Gewölbesaal

WIRSELBSTVERSTÄNDLICH

Malerei, Grafik, Fotografie, Skulptur, Installation
WIR – eine Arbeitsgruppe des
Künstlerinnenforums bi-owl e.V.

WIR:
Die Gruppe WIR existiert seit 2010. Regelmäßige Treffen dienen dem künstlerischen Austausch und der Ausstellungplanung. Ein selbsterstellter Arbeits- und Forderungskatalog grundiert die kreative Zusammenarbeit der inzwischen 20 Künstlerinnen.

Klimawandel, Format, Irreal, Gratwanderungen, Aufbruch, WIR Artistinnen, WIRrlichter, Hochseilakte sind Titel der bis heute 13 Ausstellungen. Titel, die zeigen, dass sich die Gruppe Themen vornimmt, die sich unter die Oberfläche begeben und eine Vielfalt von Betrachtungs- und Umsetzungsmöglichkeiten zulassen. Diese Vielfalt hat WIR stets geboten und ein entsprechend großes Interesse von Publikum und Presse erfahren.

Selbstverständlich steht hinter jeder Arbeit jeder einzelnen Künstlerin ihre eigene Persönlichkeit. Nicht immer tritt sie offen zutage. Da bietet es sich an, nach 12 Jahren einmal diese Persönlichkeit thematisch umzusetzen. Wer bin ich? Wo stehe ich? Wie arbeite ich? Im neuen Ausstellungkonzept WIRSELBSTVERSTÄNDLICH gehen 20 Künstlerinnen diesen Fragen auf den Grund – ganz offensichtlich oder verschlüsselt.

 

Christel Aytekin Marion Basse Katrin Boidol Uschi Bracker
Anita Brede Karin Fischer „Nirak“ Leonore Franckenstein
Anita Frei-Krämer Christine Halm Anne Hansen Marlies Jung
Heidi Lange-Kallerhoff Serpil Neuhaus Vera Opolka
Rotraut Richter Viola Richter-Jürgens Barbara Schneider
Petra Wagener Almuth Wessel Heike Wilms

 

Die Ausstellung wird am Freitag, den 12. August um
18 Uhr im Gewölbesaal des Bürgerhauses eröffnet.

Zur Einführung spricht Leonore Franckenstein.

Öffnungszeiten der Ausstellung:
Di. bis Sa.: 15 - 17 Uhr, Sonn- und Feiertage: 11 - 18 Uhr