SchlossSommer 2021

Beginn
18. September 2021
Samstag

Ende
03. Oktober 2021
Sonntag

Ort
Gewölbesaal

„SCHERBEN“

Eine Ausstellung des Arbeitskreises
„FrauenKultur“ mit Unterstützung der
Gleichstellungsstelle der Stadt Paderborn

Der Paderborner Arbeitskreis „FrauenKultur“ wurde im Jahr 2001 von der Gleichstellungsstelle der Stadt Paderborn gegründet und feiert in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen.
Trotz seines stolzen Alters und der Themenwahl ist der Arbeitskreis keineswegs ein „Scherbenhaufen“ sondern höchst lebendig und kreativ.

Die Bedeutsamkeit von Scherben spiegelt sich in Sprichwörtern und Redensarten: „Scherben bringen Glück.“ „Glück und Glas, wie leicht bricht das.“ Jemand benimmt sich „wie ein Elefant im Porzellan-Laden“. Wenn etwas Kostbares oder Liebgewonnenes zerbricht, kann das tiefe Trauer und Verlustgefühle auslösen. Wird dagegen etwas zerschlagen, das mit negativen Gefühlen belastet oder veraltet ist, hat das meist Freude, Befreiung oder Erneuerung zur Folge.
In der Archäologie sind Scherben kostbare Zeugen der Vergangenheit. So wurde kürzlich im historischen Ortskern von Schloß Neuhaus beim Abriss eines Pfarrhauses eine große Menge Keramikscherben gefunden. Sie stellen die „mit Abstand ältesten Siedlungszeugnisse“ des Ortes dar.
Magische Kräfte haben Scherben oftmals in der Märchenwelt. Bei der „Schneekönigin“ verzerren die Spiegelsplitter des Teufels die Wahrnehmung der Menschen. In einer badischen Volkssage verwandeln sich dagegen Scherben in Goldstücke.

Und was lagert eigentlich in den Tiefen des beliebten Paderborner Freizeitgeländes „Monte Scherbelino“?

„Scherben des Lebens“ können durch schwere Schicksalsschläge entstehen. Tod, gescheiterte Beziehungen, Krankheit, Brände, Flucht oder Krieg lassen den vertrauten Alltag und die gesamte Lebensplanung in tausend Stücke zersplittern. Aktuell lässt die Corona-Pandemie die ganze Welt und das Leben vieler Menschen aus den Fugen geraten. Eine ganz andere Sichtweise zeigt sich beim Kunsthandwerk „Kintsugi“ aus Japan: Zerbrochenes Porzellan wird mit Gold gekittet und dadurch besonders wertvoll. Diese Tradition lehrt, dass Schönheit nicht in der Perfektion zu finden ist, sondern im guten Umgang mit den Brüchen und Versehrtheiten des Lebens.
Aus Scherben können auf diese Weise wundervolle neue Dinge entstehen. Das zeigen nicht zuletzt die kostbaren Mosaike aus der Antike oder die fantasievollen Bauwerke des spanischen Architekten und Künstlers Antoni Gaudí.

Die Zielsetzung des Arbeitskreises „FrauenKultur“ war und ist die Vernetzung und Förderung der Künstlerinnen aus Paderborn und Umgebung. Hier sind Vertreterinnen zahlreicher Sparten organisiert: Vor allem Malerinnen, Literatinnen und Bildhauerinnen, aber auch Sängerinnen, mindestens eine Puppenspielerin, eine singende Schmiedin und eine Flamencotänzerin.
Neben den circa 40 aktiven Mitgliedern gibt es etwa 160 Interessierte, die durch Rundbriefe über die laufenden Projekte informiert werden.
Seit seiner Gründung hat der Arbeitskreis durch eine Vielzahl interessanter und überaus kreativer Projekte auf sich aufmerksam gemacht: Ausstellungen, Performances, FrauenKulturTage, „Künstlerinnenportraits“ und vieles mehr markieren die Eckpunkte eines erfolgreichen Miteinanders.

Lassen Sie sich überraschen, wie vielfältig und ideenreich die Künstlerinnen des Arbeitskreises das Thema "SCHERBEN" gestaltet haben.

Renata Al-Ghoul, Cornelia Appel, Dorit Asmuth, Anna Benteler-Jung, Uschi Bracker, Doris Christiansen-Reinhold, Roswitha Drees, Nicole Drude, Anette L. Evertz,
Sabine
Erdmann, Ute Frederich, Sigrid Frederking, Claudia Garrell, Agathe Gausmann, Renate Großerüschkamp, Christa Hahn, Ilse Hartmann, Natascha Hefenbrock, Doris Hesse, Silvia Hesse, Heimke Himstedt-Keliny, Ursula Horstmann, Sabine Jaekel, Vera Jeserich, Elke Jürgens, Marianne Jurke, Renate Köhler, Monika Kopatz,
Heidi Lange-
Kallerhoff, Sabine Liesen, Rosa Marusenko, Marlies Meiwes-Kaspar, Gundula Menking, Christa Mertens, Renate Ortner, Joy Pavel, Maren Poser, Tanja Raeisi, Inge Ritter, Almuth Schäck, Sabine Scheuß, Nicole Schlegel, Simone Schindler-Wieners, Sigrid Scholl, Natalia Sittner, Klara Maria Uhle, Christiane Vahle, Nelly van Eijsden, Birgit Voss, Rita Winkelmann, Elisabeth Wörpel-Neh

Die Ausstellung wird am Freitag,
den 17. September um 19.30 Uhr
im Gewölbesaal des Bürgerhauses eröffnet.

Öffnungszeiten der Ausstellung:
Di. bis Sa.: 15 - 17 Uhr, Sonn- und Feiertage: 11 - 18 Uhr  

 

Beginn
10. Oktober 2021
Sonntag

Ende
24. Oktober 2021
Sonntag

Ort
Gewölbesaal

(GE)ZEITEN

Portraits von Patrick Schucker

 

Veränderungen

Verzicht

Neuanfang

Zusammenhalt in diesem doch sehr besonderen Jahr 2020

Von einer Ebbe bis zur Flut liegen sechs Stunden Trockenheit

Stille

Aber auch Schönes, was nur in dieser Zeit möglich ist

 

Patrick Schucker hat deutsch/amerikanische Wurzeln.
Er entstammt einer Künstlerfamilie aus Baden-Württemberg.
Hauptsächlich konzentrieren sich seine Arbeiten auf Portraits - abstrakt
und expressionistisch.

Seien Sie gespannt!

 

Die Ausstellung wird am Samstag,
den 09. Oktober um 18 Uhr
im Gewölbesaal des Bürgerhauses eröffnet.

Öffnungszeiten der Ausstellung:
Di. bis Sa.: 15 - 17 Uhr, Sonn- und Feiertage: 11 - 18 Uhr