Schloß Neuhäuser Gartentage
am 16. und 17. Juni 2018

Ein Gartenfest der Kontraste im Neuhäuser Schlosspark - bereits zum 19. Mal fanden am 16. und 17. Juni die Schloß Neuhäuser Gartentage „Hedera & Bux“ in der barocken Parkanlage von Schloß Neuhaus statt. Seit vielen Jahren schon sind sie ein Treffpunkt für Gartenfreunde aus nah und fern.
Knapp 160 Aussteller präsentierten auch in diesem Jahr in den historischen Anlagen ein hochwertiges und kreatives Angebot rund um Garten-, Wohn- und Lebens-Art. Bei strahlendem Sonnenschein genossen knapp zehntausend Besucher nicht nur das hochwertige Angebot der Aussteller, sondern auch das, was die Schloß Neuhäuser Gartentage zusätzlich prägt: Ein jährlich wechselndes Motto – in diesem Jahr blütenweiß bis rabenschwarz“ –, das sich in Dekorationen, floristischen Beiträgen, Ausstellungen, künstlerischen Darbietungen ... wiederfand. So vielfältig wie die „Farbpalette“ von blütenweiß bis rabenschwarz“ war auch wieder das Angebot der Aussteller, die Innovatives, Ausgefallenes und Kreatives, aber auch Funktionales oder Praktisches aus den Bereichen Garten-, Wohn- und Lebens-Art boten.
Im wunderschönen Ambiente des Neuhäuser Schlossparks und in den historischen Gebäuden wurden nicht nur pflanzliche Exoten und Klassiker, Gartenaccessoires, -möbel, -kleidung, -werkzeug ... präsentiert, sondern auch allerlei Ideen und Kunstwerke, die das Leben interessanter und schöner machen, wie z.B. die großen schwarz-weißen Fotoportraits aus dem Fotoprojekt „Menschen meiner Stadt“ des Paderborner Fotografen und Grafik-Designers Harald Morsch oder die faszinierenden Holzskulpturen des Bielefelder Künstlers Klaus Seliger: Geschaffen mit der Kettensäge saßen feuergeschwärzte Raben und andere Figuren auf Stelen oder Stühlen inmitten der barocken Gartenanlage.
Ebenfalls auf der Mittelachse des Barockgartens wurden ab Samstagnachmittag in einer Open Air Galerie die zwölf von Floristauszubildenden des Gregor Mendel Berufskollegs Paderborn und des Anna Siemsen Berufskollegs Herford am Samstagmittag auf der Bühne des Brunnentheaters zum diesjährigen Motto gestalteten floralen Schachfiguren ausgestellt.
Katrin Füser und Pierre Kracht vom Designbüro „fremdform“ schwammen mit ihrer poetischen Sitzinstallation „Horst“ leicht gegen den Strom: Rabenschwarze Blüten und blütenweiße Sitze und Tische bildeten eine lange Tafel und schufen einen Ort der Begegnung und der Kommunikation im Herzen des Schlossparks, an dem sich viele Besucherinnen und Besucher gern einen Augenblick niederließen, sich ausruhten, unterhielten, mit Katrin Origamiblüten falteten oder mit den Augen den Performances folgten, wie z.B. den blühenden Rädern von Dany Eschenbüscher, die an Ihnen vorbeirollten – wie bei der Initiative Floral StreetArt Berlin by BLOOM‘s, hier ausgeführt von Jungfloristen. Manchmal wurden sie auch durch ein Kläffen aufgeschreckt und sahen sich den großen schwarz-weiß gekleideten Damen mit ihrem Hündchen „Chérie“ von Stelzenart Janine Jaeggi gegenüber, die nicht nur bei Menschen für Aufmerksamkeit sorgten. So mancher gestandene Rüde war arg verwirrt und zog vor dem kleinen „Kläffer“ den Schwanz ein. Sehr zur Belustigung der umstehenden Besucherinnen und Besucher!
Im Neuhäuser Schloss standen Kunst, Kunsthandwerk und Florales im Dialog mit den Ausstellungsexponaten des im letzten Jahr eröffneten Residenzmuseums. Künstlerische Akzente bildeten die blütenweißen und rabenschwarzen Kunstwerke von Studentinnen und Studenten der Universität Paderborn, die handgeschöpften Objekte aus dem Atelier FADENGÄNGE der Papierkünstlerin Christa Fuhrmann und die spannenden Kunstwerke der Textilkünstlerin Barbara Hattrup. Meisterhaft gestaltete florale Akzente setzten die Floristinnen Anne Bussen und Dany Eschenbüscher in der historischen Ausstellung im Residenzmuseum. Und zur besonderen Freude vieler Besucherinnen zauberte Dorothea Wenzel wieder fantastische Hutkreationen aus Papier …
In den historischen Reitställen im Marstall und im Gewölbesaal am Brunnentheater boten Kunsthandwerker wieder zauberhafte Kleinigkeiten, die Garten, Haus und das Leben überhaupt schöner machen.
Und für die Jüngeren gab es Kinderschminken und Baumklettern und – ach, wie niedlich! – immer wieder das Hündchen „Chérie“ …