Wechselausstellungen in der Galerie in der Reithalle

Beginn
16. Februar 2019
Samstag

Ende
10. Juni 2019
Montag

Ort
Galerie in der Reithalle

Georg Brandt, Ausstellung_Reithalle, Schloßsommer, Schlosspark, Schloß Neuhaus, Paderborn

Georg Brandt (1897 – 1965)
Werke der Zwanziger Jahre

Eine Schenkung an die Städtische Kunstsammlung

Das künstlerische Schaffen des 1897 in Paderborn geborenen Malers und Grafikers Georg Brandt beschränkt sich im Wesentlichen auf die Zeitspanne zwischen 1921 und 1927. In diesen wenigen Jahren entsteht ein beachtliches Œuvre, vorwiegend in der Technik des Linol- und Holzschnitts. Es ist ein Werk, dass sich stilistisch zwar eindeutig zum Expressionismus bekennt, jedoch von einem durchaus individuellen Ausdruckswillen geprägt ist. Brandts bevorzugte Themen sind das Porträt und die Landschaft; hier gelangt er zu überraschenden, äußerst eigenwilligen Lösungen, vor allem im druckgrafischen Medium. Die Öl- und Aquarellmalerei ist deutlich nebengeordnet und von einer Stilhaltung, die gemeinhin als „Neue Sachlichkeit“ bezeichnet wird.
1927 siedelt Brandt von Paderborn nach Kassel über und betätigt sich zukünftig ausschließlich als Dekorationsmaler.

Im Februar 2018 erhielt die Städtische Kunstsammlung Paderborn eine umfangreiche Schenkung von über 62 Arbeiten des Künstlers. Diese stellt die Ausstellung – ergänzt durch einige Leihgaben aus Privatbesitz – erstmalig der Öffentlichkeit vor.

Eröffnung der Ausstellung: 15. Februar 2019, 19.00 Uhr, in der Galerie in der Reithalle

Öffnungszeiten der Ausstellung:
Täglich, außer montags, 10 - 18 Uhr

Eintritt: 2,50 €; erm. 2 €; Kinder bis 12 Jahre und Schulklassen frei
Eintritt mit Führung: 5 €

Veranstalter:
Städtische Galerie in der Reithalle

Beginn
21. Juni 2019
Freitag

Ende
15. September 2019
Sonntag

Ort
Galerie in der Reithalle

Garden Divine_Ausstellung_Reithalle, Schloßsommer 2019, Schlosspark, Schloß Neuhaus, Paderborn

Seet van Hout: Building the Garden

In der neuen Reihe "Sommeredition" zeigt die Städtische Galerie in der Reithalle Arbeiten der niederländischen Künstlerin Seet van Hout. Die barocke Parkanlage von Schloss Neuhaus bildet einen blühenden Rahmen für die Ausstellung „Building the Garden“ mit Arbeiten der niederländischen Künstlerin Seet van Hout in der Städtischen Galerie in der Reithalle. Ihre Werke, die fließende Malerei, gezeichnete Stickerei und freies Fadenspiel kombiniert, sind von hoher Ästhetik und faszinierender Dichte. Abstrakte Formen und gestickte Pflanzenmotive verbinden sich in Seet van Houts Bildern zu einem tiefgründigen Kosmos, der einen imaginären Garten zwischen Wachstum und Verfall, wissenschaftlicher Abbildung und Sinnlichkeit entwirft.

Eröffnung der Ausstellung: 21. Juni 2019, 19.00 Uhr

Begleitprogramm:

  • Kuratorenführung: 30.06., 11Uhr
  • Kunst am Abend: 05.07., ab 19 Uhr – Gespräche, Kunst, Musik, Garten
  • Workshop Blumenkunst– Ikebana: 06.07., ab 11 Uhr
  • Öffentliche Führung: 24.07., 18 Uhr
  • Öffentliche Führung: 06.08., 11 Uhr
  • Museumsnacht: 31.08.
  • Öffentliche Führung: 14.09., 15 Uhr
  • Finissage mit Künstlergespräch: 15.09., 16 Uhr

Öffnungszeiten der Ausstellung:
Täglich, außer montags, 10 - 18 Uhr

Eintritt: 2,50 €; erm. 2 €; Kinder bis 12 Jahre und Schulklassen frei
Eintritt mit Führung: 5 €

Veranstalter:
Städtische Galerie in der Reithalle

Beginn
29. September 2019
Sonntag

Ende
05. Januar 2020
Sonntag

Ort
Galerie in der Reithalle

Ausstellung 2019, Galerie in der Reithalle, Schloss Neuhaus, Paderborn, Emil Schumacher, Stillleben mit Konservendosen, 1949, Mischtechnik, Emil Schumacher Museum, Hagen, © VG Bild-Kunst Bonn 2019

Kunst nach 1945.
Das Wiederaufleben der Moderne und
die Künstlergruppe "junger westen"

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs bereitete die Künstlergruppe "junger westen" den Weg für eine avantgardistische Kunstrichtung und das Wiederaufleben der Moderne. Das Spektrum des bildnerischen Ausdrucks in der Künstlergruppe reichte von geometrisch-klaren Konstruktionen, organisch-amorphen Formen bis zur informellen Malerei. Ihr Schaffen bildete den Pluralismus und das künstlerische Durchspielen von neuen Formsetzungen in der deutschen Nachkriegskunst ab. Im Austausch mit gleichgesinnten experimentellen Künstlern fanden die Mitglieder aus der Gegenständlichkeit zu einer abstrahierenden Formensprache. Die maßgebende Entwicklung in die Abstraktion, die sich neben der Abgrenzung gegenüber der ideologisch missbrauchten gegenständlichen Bildvokabel in der wiedererlangten Freiheit nach Nationalsozialismus und Krieg begründet, zeigt die Ausstellung mit 60 Gemälden, Grafiken und Skulpturen aus diesen bedeutenden Jahren. Mit Arbeiten der Kerngruppe um die Maler Gustav Deppe, Thomas Grochowiak, Emil Schumacher, Heinrich Siepmann, Hans Werdehausen und den Bildhauer Ernst Hermanns, ergänzt um Werke zentraler Künstlerpersönlichkeiten, die diese Ära prägten, unter ihnen Willi Baumeister, K.O. Götz, HAP Grieshaber, Fred Thieler oder Fritz Winter. Auch der Paderborner Künstler Peter Gallaus beteiligte sich an den Gruppenausstellungen des „jungen westens“.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Abb: Emil Schumacher, Stillleben mit Konservendosen, 1949, Mischtechnik, Emil Schumacher Museum, Hagen © VG Bild-Kunst Bonn 2019

Begleitprogramm:

  • FR 25. Oktober 2019, 19 Uhr: Kunst am Abend
    Die Leiterin der Städtischen Museen, Dr. Andrea Brockmann, lädt zu “Kunst am Abend“ ein. „Wir bieten kurze moderierte Bildbetrachtungen an, um den Weg in die Abstraktion und ihre unterschiedlichen Stilrichtungen von konstruktiven Formen zu neuen gestisch-expressiven Auslegungen nachzuspüren. Dazwischen verbindet sich die bildende Kunst mit der Literatur“. Der Schauspieler und Sprecher Carsten Bender aus Münster, dessen Stimme aus diversen WDR-Produktionen bekannt ist, liest kurze Passagen aus der „Trümmerliteratur“, deren Charakteristikum die kritische Auseinandersetzung mit den restaurativen Tendenzen in der gesellschaftlichen Entwicklung Westdeutschlands nach 1945 ist, z.B. von Paul Schallück, der in Warendorf geboren wurde und seit 1952 als Journalist und freier Schriftsteller in Köln tätig und 1959 Mitbegründer der Deutsch-Jüdischen Bibliothek „Germanica Judaica“ (Kölner Bibliothek zur Geschichte des dt. Judentums) war. In erzähltechnischer Hinsicht ist Schallück mit seiner klaren, einfachen Sprache, die Dialoge stiften sollte, ein Erzähler der 1950er Jahre. Im Anschluss gibt es bei Getränken und Gebäck Gelegenheit zum Austausch. Die Veranstaltung mit offenem Ende beginnt um 19.00 Uhr. Durch die Unterstützung des Freundeskreises der Städtischen Galerien ist der Eintritt an diesem Abend frei.
  • SO 17. November 2019, 15 Uhr: Im Gespräch
    Rouven Lotz, Leiter des Emil Schumacher Museums Hagen und Dr. Andrea Brockmann sprechen über das Frühwerk von Emil Schumacher. Emil Schumacher wird 1912 im westfälischen Hagen geboren. Er beginnt im Alter von 20 Jahren ein dreijähriges Studium an der Kunstgewerbeschule in Dortmund. Schumacher ist seit 1935 als freischaffender Maler tätig. 1947 ist er Mitbegründer der Künstler- und Ausstellungsvereinigung "junger westen". Ein radikaler Umbruch in Emil Schumachers Werk findet ab 1950 statt. Er verabschiedet sich vom Gegenstand als Bildmotiv und entscheidet sich für die Ausdruckskraft der Malerei selbst. Die Farbe wird für ihn zunehmend zu einem eigenen Bildfaktor. International hohe Anerkennung erfährt Emil Schumacher ab Mitte der 1950er Jahre als einer der bedeutendsten Vertreter des Informel. Zahlreiche internationale Preise, von denen die Verleihung des Guggenheim-Awards in New York 1958 nur der Auftakt ist, ehren das Werk des Künstlers. Ebenfalls 1958 wird er als Professor an die Hochschule für Bildende Künste in Hamburg berufen.
  • SO 24. November 2019, 11Uhr:
    KURATORENFÜHRUNG mit Prof. Dr. Ferdinand Ullrich
    Von 1972 bis 1978 studierte Ferdinand Ullrich Kunst an der Kunstakademie Münster. Er war Meisterschüler bei Timm Ulrichs. Ab 1978 folgte ein Studium der Kunstgeschichte, Philosophie und Pädagogik an der Ruhr-Universität Bochum unter anderem bei Max Imdahl, Gottfried Boehm und Bernhard Kerber, das er 1982 abschloss. 1990 wurde Ferdinand Ullrich mit einer Doktorarbeit über die Künstlergruppe „junger westen“ promoviert. Von 1988 bis 2017 war er Direktor der Museen der Stadt Recklinghausen und leitete vor allem die Kunsthalle Recklinghausen. Und zudem ist er seit 2002 Honorarprofessor an der Kunstakademie Münster.
  • Öffentliche Führungen am 7. und 21.11, jeweils 16.30 Uhr:
    Die Kunstvermittlerin Simone Lietzkow führt durch die Ausstellung und gibt Einblicke in Malerei und Bildhauerei der frühen 1950er Jahre.
    Dauer ca. 1 Stunde.

Öffnungszeiten der Ausstellung:
Täglich, außer montags, 10 - 18 Uhr

Eintritt: 2,50 €; erm. 2 €; Kinder bis 12 Jahre und Schulklassen frei
Eintritt mit Führung: 5 €

Veranstalter:
Städtische Galerie in der Reithalle