Wechselnde Ausstellungen im
FORUM JUNGER KÜNSTLER


1. Mai -
22. Mai 2016

Sonntag - Sonntag
Gewölbesaal

Doris Lemberg-Hinsenhofen

Malerei und Plastiken

Die Detmolder Künstlerin Doris Lemberg Hinsenhofen setzt sich zum einen mit Krankheit, Tod, gesellschaftlichen Verfallserscheinungen, gängigen Schönheitsvorstellungen usw. auseinander. Sie versteckt Dokumente, Hinweise, Geschichten, Fotos, Zeichnungen in Bildern, die auf den ersten Blick sehr zart und ästhetisch sind. Wer den zweiten Blick wagt, entdeckt Hinweise auf das Bild hinter dem Bild. Die Technik des Farbauftrages, Wegnahme bzw. Hinzufügen von Farbe, Kratz- und Arbeitsspuren, Auflösung von Formen, Verschmelzen von Dokumenten und Farbschichten unterstreichen die Thematik dieser Arbeiten.
Zum anderen interessiert sie das Thema Heimat und Verlust von Heimat. Menschen sind immer schon gewandert, weil sie wollten oder weil sie mussten. Es liegt in ihrer Natur. Genauso wie das Bestreben sesshaft zu sein. Es ist die Gleichzeitigkeit des Gegensätzlichen, die eine Dynamik erzeugt und die Koordinaten jedes einzelnen Menschen bestimmt. Die Arbeiten von Doris Lemberg-Hinsenhofen greifen dieses Thema auf. Sie beschäftigen sich mit Orten. Sehnsuchts- und realen Orten.
Die Künstlerin sammelte über Jahre Erde und Sand – ließ sich aber auch von entlegenen Orten Sand mitbringen – und verarbeitete diesen in zumeist kleinformatigen Bildern. Die Arbeitsweise bei diesen Arbeiten – Sand auf Papier und Leinwand, mit Pigmenten lasiert – lässt den Strukturen und Besonderheiten des Materials Platz und hebt die Vielfältigkeit der Erde mit farblichen Ergänzungen hervor. In dieser Arbeitsweise entstand auch die Plastik „Ikarine". Eine stürzende, verhüllte Frauengestalt – eingefroren im Fall.

Die Ausstellung wird am Sonntag, den 1. Mai, um 11.00 Uhr im Gewölbesaal des Bürgerhauses eröffnet. 

Öffnungszeiten der Ausstellung:
Di. bis Sa.: 15 - 17 Uhr,
Sonn- und Feiertage: 11 - 18 Uhr




29. Mai -
12. Juni 2016

Sonntag - Sonntag
Gewölbesaal

The Best of Bolton Fine Art

Malereien – Grafiken – Skulpturen

Eine Ausstellung mit Werken von Studierenden und Absolventen des Fine Art Course der Universität Bolton

Erstmals stellen Studierende und Absolventen des Fine Art Course der Universität Bolton außerhalb von Bolton aus. „We are very much looking forward to this opportunity and hope to establish a strong bond between the two towns," sagt Alan Buckingham, Programme Leader BA & MA Fine Art. Aber zu dem Schlosspark („so beautiful"!) biete Bolton ein Kontrastprogramm, denn Bolton sei so schön nicht und daher richteten die beteiligten Künstlerinnen und Künstler ihren Blick in unterschiedlichster Weise auf Symptome der, aus ihrer Sicht häufig Besorgnis erregenden, aktuellen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung im Großbritannien unserer Zeit.
So schaut zum Beispiel Ged Young auf die Art, wie die Nahrungsmittelindustrie durch raffinierte Werbung versucht, die Vorstellung von etwas Besserem zu verkaufen, und das vor allem an Menschen mit geringem Einkommen. Oder Sally-Ann Hayes, die die Wirklichkeitsflucht einiger Zeitgenossen untersucht. U.a. hat sie den Versuch eines Amerikaners, einen schwimmenden Sessel aus Heliumballons zu bauen, um der Welt zu entfliehen. in den Pennine Moors of Bolton nachgestellt. Oder Steph Shipley, die in Gegenden, in denen sich Ausläufer der urbanen Metropolen und des ländlichen Raumes begegnen, merkwürdige Gebäude und Plätze findet, die nirgendwo recht hingehören, darunter Caravan-Parks, Gefängnisse, Sanatorien und Freizeitparks. Mit modernen Drucktechniken schafft sie geisterhafte Szenarien solcher Orte.
Die Universität in Bolton ermöglicht es den Studierenden, einen eigenen Stil auszuprägen, indem sie Zugang zu einem multimedialen Angebot schafft, das von traditioneller Malerei und Bildhauerei über Drucktechniken bis zu modernen digitalen Möglichkeiten reicht. Der Stolz der Fine-Arts-Abteilung sind die „Neo:Artists". Unter diesem Namen haben sich Absolventen der letzten Jahre zusammengetan und mit öffentlicher Förderung Studios und eine zeitgenössische Kunstgalerie im Stadtzentrum eröffnet, die sowohl Kunst aus der Region als auch aus der ganzen Welt zeigt und rasch hohes Ansehen unter Künstlern und Galeristen in Großbritannien erreicht hat. Auch sie sind bei der Ausstellung in Schloß Neuhaus dabei.

Die zusammen mit dem Kulturamt der Stadt Paderborn organisierte Ausstellung wird am Samstag, den 28. Mai, um 18.00 Uhr im Gewölbesaal des Bürgerhauses eröffnet.

Öffnungszeiten der Ausstellung:
Di. - Sa.: 15 - 18 Uhr und auf Anfrage (05251 – 881076)
Sonn- und Feiertage: 11 - 18 Uhr

Veranstalter:
Kulturamt Paderborn und Schloßpark und Lippesee Gesellschaft




23. Juni -
7. Juli 2016

Donnerstag - Donnerstag
Gewölbesaal

Kontraste - Von A wie Aquarell bis Z wie Zeichnung

Malerei von Klaus-Dieter Zech

Der Maler und Objektbildner Klaus-Dieter Zech, in Bielefeld geboren und aufgewachsen, gewann als 12-Jähriger den 1. Preis in seiner Altersgruppe bei einem von der Deutschen Bundesbahn an Schulen ausgeschriebenen, bundesweiten Plakat-Malwettbewerb. Durch dieses Erfolgserlebnis wurde der Wunsch, später einmal Maler zu werden, zu seinem Lebensziel.
Nach der Studienzeit und einigen Ausstellungen im Westfälischen Raum lebte Zech von Anfang der 80er bis Ende der 90er Jahre in Konstanz am Bodensee, wo er schnell seinen Platz in der Kunstszene fand, wie Ausstellungen in Konstanz, Stuttgart, Ulm, Friedrichshafen, Bregenz, in der Schweiz und in Frankreich belegen. Dann zog es ihn wieder in seine westfälische Heimat zurück. Heute lebt und arbeitet er in Bad Wünnenberg.
In seiner Ausstellung im Gewölbesaal zeigt Zech neben neuen und aktuellen Arbeiten auch Werke aus seinen malerischen Anfängen - einige Bilder aus dieser Zeit hängen im Museum für Kindheits- und Jugendwerke bedeutender Künstler in Halle Westfalen, das einzige Museum seiner Art weltweit. Die vielen Facetten, die Zech bei der Umsetzung seiner Arbeiten zeigt, sei es bei der Auswahl der Materialien, der Technik oder des Themas lassen vermuten, dass er in seiner abstrakten und in seiner gegenständlichen Malerei auf der Suche ist. Auf der Suche nach dem für ihn perfektem Bild. Neben der Öl-, Aquarell-, Acryl- und Pastellmalerei hat auch die klassische Zeichnung mit dem Graphitstift in seinen Arbeiten einen Schwerpunkt. Mit dem Stift schafft er Linien und für die Flächen feinste Texturen - Räume und Durchblicke von strahlender Klarheit, alles unter exakter Beobachtung der Gesetze der Perspektive und des Lichteinfalls. 
In der Ausstellung "Kontraste" wird Figürliches neben Abstraktem, Buntes neben Grauem und Großes neben Kleinem zu sehen sein. Zechs Bilder strahlen Ruhe und Gedankentiefe aus, sie wirken stets reflektiert, nie affektiert und man spürt seine Begeisterung am Malen.

Die Ausstellung wird am 22. Juni um 18.30 Uhr im Gewölbesaal des Bürgerhauses eröffnet. Zur Eröffnung spricht Udalrike Hamelmann.

Öffnungszeiten der Ausstellung:
Di. bis Sa.: 15 - 18 Uhr,
Sonn- und Feiertage: 11 - 18 Uhr




30. Juli -
31. August 2016

Samstag - Mittwoch
Gewölbesaal

Natur und Kunst in ihrer Einmaligkeit

Intarsien, Drechselarbeiten und Wurzelskulpturen von Hermann Fast und Strohbilder von Tatjana Stöhr

Tatjana Stöhr und Hermann Fast wohnen beide in Höxter und stammen aus dem Osten, die eine wurde in Kasachstan geboren, der andere im Nordkaukasus. Beide arbeiten mit Naturmaterialien, die eine mit Stroh, der andere mit Holz.
Tatjana Stöhr „malt" mit Stroh. Die Werke, die aus dem in heißem Wasser eingeweichten und anschließend zerschnittenen Halmen entstehen, werden mit großem künstlerischem Geschick und geometrischem Verständnis hergestellt. Bis zu 60 Stunden benötigt sie für ein Bild. Bereits seit 20 Jahren verfeinert sie ihre Technik stetig. Für ihre Arbeiten verwendet die ehemalige Biologielehrerin Roggen- oder Weizenstroh, das nach der Ernte auf den Feldern liegen bleibt. Tatjana Stöhr möchte mit ihrer Kunst auf den in die Vergessenheit geratenen Naturwerkstoff Stroh aufmerksam machen.
Hermann Fasts Werkstoff ist Holz. 1923 als Sohn deutscher Eltern im Nordkaukasus geboren, interessierte er sich schon in frühen Jahren für Kunst und konnte sich nach dem 2. Weltkrieg bereits im Zwangsarbeitslager als Maler etablieren. Nach einem Fernstudium für Kunst absolvierte er 1969 die pädagogische Hochschule. Während er in den folgenden Jahren als Raumdesigner und Kunstlehrer arbeitete, schuf er diverse Kunstgegenstände jeglicher Art. 1997 nahm er einige seiner Arbeiten mit nach Deutschland und setzte in Höxter seine künstlerische Tätigkeit mit Leidenschaft fort. Besonders interessant sind seine hölzernen Einlegearbeiten, auch Intarsien genannt. Mit äußerster Präzision erschafft der Künstler Landschaften und Porträts ausschließlich aus Holz. Doch auch seine einmaligen Drechslerarbeiten und Wurzelskulpturen sind beeindruckend.

Die Ausstellung wird am Freitag, den 29. Juli, um 16 Uhr im Gewölbesaal des Bürgerhauses eröffnet. Zur Eröffnung spricht Prof. em. Dr. Dr. hc. Franz-Josef Kaiser, Ehrenpräsident der Deutsch-Russischen Gesellschaft e. V. Paderborn. Musikalisch wird die Vernissage vom Familientrio Strebling (Akkordeon) begleitet.

Öffnungszeiten der Ausstellung:
Di. bis Sa.: 15 - 17 Uhr,
Sonn- und Feiertage: 11 - 18 Uhr
Am 13. August muss die Ausstellung wegen des pyrotechnischen Aufbaus zum "Feuerzauber" geschlossen bleiben.
Sonderöffnung zur Museumsnacht am 27. August: 18 - 24 Uhr




9. September -
11. September 2016

Freitag - Sonntag
Gewölbesaal

ART TdK – Tage der Kunst

Im Gewölbesaal in Schloss Neuhaus präsentieren 25 Künstlerinnen und Künstler aus der Region ihre Werke. Ein breites Spektrum der Kreativität findet seinen Ausdruck.

Am Freitag, den 9. September, um 19.00 Uhr werden die „Tage der Kunst“ eröffnet. Live-Musik und kleine Köstlichkeiten für den Gaumen lassen den Abend mit allen Sinnen genießen.
Am Samstag von 12 bis 18 Uhr und am Sonntag von 11 bis 17 Uhr werden alle Künstlerinnen und Künstler im Gewölbesaal anwesend sein. Besucher können sich informieren, Eindrücke vertiefen oder Termine für individuelle Atelierbesuche vereinbaren.

Die dritten „Tage der Kunst“ finden in Form einer Kunstmesse statt. Jeder, der Spaß am Betrachten oder Unterhalten über Kunst an sich und im Allgemeinen hat, ist herzlich willkommen.

Veranstalter: Künstlervereinigung ART TdK


Mehr zu den Tagen der Kunst


17. September -
3. Oktober 2016

Samstag - Montag
Gewölbesaal

Begegnungen

Eine Ausstellung des Arbeitskreises „FrauenKultur" der Gleichstellungsstelle der Stadt Paderborn

Eine der nachdrücklichsten Begegnungen in der zeitgenössischen Kunst hat die Künstlerin Marina Abramović in ihrer Performance „The Artist is Present" 2010 im MoMA inszeniert, in der sie nichts anderes tat, als auf einem Stuhl sitzend denen in die Augen zu schauen, die ihr gegenüber Platz nahmen. 90 Tage, 721 Stunden lang. Ein Publikumsmagnet: Hunderttausende nahmen die Einladung an und erlebten, Auge in Auge mit der Künstlerin eine Begegnung der ganz anderen Art, voller Intimität und Emotionalität: Viele begannen zu weinen, andere berichteten von einer lebenswichtigen Erfahrung.
„Eine echte Begegnung kann in einem einzigen Augenblick geschehen", so glaubte Anaïs Nin. Und Kurt Tucholsky sinnierte über den Schmetterlingseffekt einer zufälligen Begegnung: „Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick, die Braue, Pupillen, die Lider-, was war das? Vielleicht dein Lebensglück ... vorbei, verweht, nie wieder."
Das zufällige Zusammentreffen in seiner absurdesten Variante wurde sogar zur Maxime einer Kunstbewegung: Die Surrealisten sahen in der Schönheit der „zufälligen Begegnung einer Nähmaschine und eines Regenschirms auf einem Seziertisch" (Lautréamont) die treffende Charakterisierung ihrer Kunstauffassung.
Von der ersten Begegnung über die Zufallsbegegnung bis hin zu der Begegnung des Lebens: In Kunst und Literatur mehr als bloßes Motiv. Das Kunstwerk selbst wird zum Ort der Begegnung zwischen Kunstliebenden und Kunstschaffenden.
Freuen Sie sich auf „Begegnungen" mit: Karin Ahle, Renata Al-Ghoul, Dorit Asmuth, Margot Becker, Uschi Bracker, Gerlinde Bruns, Roswitha Drees, Nina Dudei, Agathe Gausmann, Renate Großerüschkamp, Ilse Hartmann, Uschi Hecker, Natascha Hefenbrock, CM und PM Henkel, Doris Hesse, Silvia Hesse, Heimke Himstedt-Keliny, Ursula Horstmann, Sabine Jaekel, Elke Jürgens, Marianne Jurke, Renate Köhler, Monika Kopatz, Heidi Lange-Kallerhoff, Barbara Leiße, Margot Lütgert, Rosa Marusenko, Birgitt Meier, Marie-Luise Meister, Joy Pavel, Astrid Pols, Tanja Raeisi, Inge Ritter, Ute Rosenow, Almuth Schäck, Sabine Scheuß, Natalia Sittner, Swetlana Tissen, Klara Maria Uhle, Birgit Voss, Lena Westhoff, Rita Winkelmann und Elisa-beth Wörpel-Neh.

Die Ausstellung wird am 16. September um 19.30 Uhr im Gewölbesaal des Bürgerhauses eröffnet.

Öffnungszeiten der Ausstellung:
Di. bis Sa.: 15 - 17 Uhr,
Sonn- und Feiertage: 11 - 18 Uhr